Die Karolinenkirche - Die älteste evangelische Kirche Oberbayerns

 

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Am 13. Oktober 1822 wurde die Karolinenkirche als erste evangelische Kirche im oberbayerischen Land auf den Namen der Königin Caroline eingeweiht. Bei den Einweihungsfeierlichkeiten wurde ein Schreiben der Königin mit folgendem Wortlaut verlesen:

„Ich habe mit wahrem Anteil vernommen, dass die protestantische Gemeinde Großkarolinenfeld nunmehr in den Besitz eines anständigen Gotteshauses gekommen ist und genehmige sehr gerne die Bitte der Gemeinde, dass diese neue Kirche meinen Namen erhalte, womit ich verbleibe desselben wohlgeneigte Caroline.“ 

 

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Die Kirche ist im klassizistischen Stil erbaut. Besonders hervorzuheben sind der noch ursprüngliche Mosaikboden, die in die Rückwand eingelassene Kanzel sowie überhaupt die Schlichtheit der Kirche, die auf den reformierten Einfluß aus der Gründungsgeschichte zurückgeht.
Ihre jetzige Ausgestaltung hat die Karolinenkirche im Jahre 1997 zur 175-Jahrfeier bekommen. Zusammen mit dem Denkmalschutz wurde versucht, den „Ursprungsraum“ von 1822 wiederherzustellen und nachzuempfinden. Die Kirche dient auch immer wieder als Ausstellungsraum für Künstler, die die schlichte Atmosphäre der Kirche als idealen Ausstellungsraum schätzen.

Seit Anfang an gehört die evangelische Kirchengemeinde zur Geschichte und zum Ort Großkarolinenfeld. 

 

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Von 1801 an kamen Siedler aus der Pfalz in die Moorgegend östlich von München. Das Edikt des späteren Königs Max-Josef erlaubte die Ansässigmachung der Evangelischen in Bayern. Bereits 1805 zog der erste protestantische Pfarrer ins neugebaute Pfarrhaus ein.

Schon damals war der ökumenische Geist so lebendig, dass evangelische Pfarrer katholische und evangelische Kinder unterrichteten und katholische Pfarrer Evangelische und Katholiken tauften und beerdigten. Bis heute hat sich dieser gute ökumenische Geist unter den beiden Kirchengemeinden fortgesetzt.